KEHRAUS, wieder

Titel:
KEHRAUS, wieder
Land:
Deutschland
Format:
FAZ 35 mm, Digi Beta, DVD
Fassung:
Deutsche Fassung
Untertitel:
engl. Untertitel
Regie:
Gerd Kroske
Kamera:
Dieter Chill
Schnitt:
Karin-Gerda Schöning
Redaktion:
Katja Wildermuth
Produktion:
realistfilm, Fritz Hartthaler
Ko-Produktion:
MDR
Förderer:
Kulturstiftung d. Freistaates Sachsen, MDM, MBB
Verleih:
realistfilm
Vertrieb:
deckert- Distribution
Webseite:

KEHRAUS, wieder“ entstand 2006. Weitere zehn Jahre sind seit dem letzten Film vergangen und Stefan und Marlen sind schon nicht mehr am Leben. Gabi schlägt sich durch und ihre nun erwachsenen Kinder stehen vor den Realitäten ihrer eigenen Kindheit. Henry und Marion haben sich eingerichtet. Die Enkelgeneration ist bereits in Pflegefamilien untergekommen. „Man lebt so dahin…“

Der Film ist eine „unbeabsichtigte“ – nie tatsächlich vorgehabte – Langzeitbeobachtung geworden, da ich mir mit jedem Film einen glücklichen Ausgang wünschte. Die Wirklichkeit hat in 16 Jahren diesen Stoff produziert.“ G.K.

KEHRAUS, wieder“ bildet den filmischen Abschluß einer Leipziger KEHRAUS – Trilogie.
1990, nachts auf den Straßen von Leipzig: Straßenkehrer räumen weg, was keiner mehr brauchte. („KEHRAUS “, 1990) Neben vielem anderen Müll, auch abgenutzte Wahlplakate. Endzeitstimmung machte sich breit. Das was nach der DDR kommen sollte, klangt vielversprechend, war aber noch nicht faßbar. Die drei Straßenkehrer Gabi, Henry und Stefan schwankten in ihren Lebensläufen schon immer zwischen den Polen: Kinderheim, Knast, Gelegenheitsarbeiten bei der Stadtreinigung. 1996 fegte schon niemand mehr von den Dreien die Straßen Leipzigs.
Sie pendeln zerbrechlich zwischen Sozialamt, Kneipe und Behausung. Immer bleibt ein Rest, etwas was nicht aufgeht… („KEHREIN, KEHRAUS “, 1996/97)

directors statement:

»In meinem Film gibt es eine Szene, in der ich Gabi K. – die ich seit den Recherchen für den Film im Herbst 1989 kenne – nach ihrem Zustand befrage. Sie beantwortet das mit einer kopfschüt-telnden Geste, in der all die tiefsitzenden Verletzungen, eine enorme Verachtung und abgrundtiefe Enttäuschung liegen. Diese Szene ist für mich ein Schlüssel, weil bei aller Tapferkeit und bei allem Lebensmut – ihres nicht mit sonderlicher Fortune verlaufenen Lebens – ,hier für einen Moment auch die Abgeschlossenheit aller Erwartungen an das Jetzt und Morgen so brachial sichtbar wird, dass einem beim Zusehen dieses ungeheuerliche Ausmaß ihrer Desillusionierung als symptomatisch für einen ganzen Landstrich erscheint.« Gerd Kroske

Trailer:

Presse: